27. - 30. April
Crew
Schiff
Tina, Sunbeam 24
Skipper
Charter
1. Tag
Nach dem ausschlafen gibt es erst mal Frühstück an Bord. Eier, Kaffee und frische Brötchen. Danach geht es zum einkaufen, wir haben Verpflegung für zwei Tage gerechnet. An Bord zurück und alle Einkäufe gut verstaut, laufen wir aus. Leider gibt es keinen Wind und so tümpeln wir ganz gemütlich ohne Ziel vor uns hin. Die richtige Gelegenheit um sich das Handbuch für das Boot noch mal genauer anzuschauen, und einfach die Seele baumeln zu lassen. Wären da nicht die vielen Mücken gewesen, hätte es ewig so weiter gehen können. Wir entscheiden uns noch ein bisschen Regatta Training um die Müritzmitte zu fahren, was für Marco bei so wenig Wind, keine große Herausforderung ist. ich bin unter Segel, doch noch ein wenig ängstlich an der Pinne, aber das wird auch noch. Zufrieden und glücklich laufen wir nach unserem ersten Tag wieder beim WSC ein.
2. Tag
Heute heißt es früh aufstehen. Frühstück an Bord und gegen 9.30Uhr starten wir Richtung Bolter Kanal. Wir haben guten Wind und die Sonne tut ihr übriges. Die Müritz zeigt sich von ihrer besten Seite, aus Segler sicht. Das erste mal reffen, auf dem Boot hat auf anhieb geklappt. Jetzt weiter hoch am Wind, Marco ist in seinem Element. Die Pinne auf Anschlag, aber es nutzt nichts. Das Boot ist immer noch luvgierig, das zweite Reff muss auch noch rein. Jetzt geht es besser. Wir sind mit einigen Schlägen zusätzlich auf dem Weg zum Kanal. Wo ist der Eingang? Tonnen zählen und ausschau halten. Da ist er, Segel rein und unter Motor fahre ich in den Kanal. Wunder schön ist es hier. Wenden und anlegen, jetzt erst mal die Beine vertreten. Ein Rundwanderweg über 2,5Km führt uns zum Feriendorf Müritzparadies. Hier gibt es das Gasthaus "Zum Seeadler" mit leckerem Kuchen und einem super Service. Für das erste gestärkt legen wir noch mal ab um noch ein paar Schläge zu machen. Gute Entscheidung, der Wind frischt noch mal auf und wir können bei guten 3 Knoten noch ein paar Kilometer segeln. Nach dem einholen der Segel, fährt diesmal Marco in den Kanal, aber das klappt wie von selbst. Nach dem Anlegebier und einer Dusche auf dem Natur-Campingplatz vom Müritzparadies direkt hinter dem Steg, lassen wir den Tag bei einem leckeren Fischgericht im Gasthaus "Seeadler" ausklingen.
3. Tag
Heute lassen wir den Tag langsam beginnen, mit einem Frühstück im Gasthaus "Seeadler" Auf Vorbestellung bekommt man ein Frühstücksbuffet für 8 Euro mit Kaffee satt. Gegen 9.30Uhr brechen wir gut gestärkt nach Rechlin auf. Die Müritz liegt in einem dünnen Nebel aber die Sicht ist gut. Mit sehr wenig Wind geht es gemütlich nach Rechlin. Die Einfahrt nach Rechlin bringt gleich ein wenig Tonnenkunde mit sich. Wir legen am Yachthafen Rechlin an. Der Hafenmeister hat uns schon gesehen und freut sich, als er hört aus welchem Heimathafen wir kommen und das wir am letzten Wochenende die Regatta zusammen gesegelt sind. Jetzt erst mal Anlegebier und Kuchen einkaufen und dann ein Kaffee auf der Sonnenterasse vom Seglerheim direkt am Hafen. Sehr nett eingerichtet und auch ein sehr guter Service. Beim Kaffee merkten wir schon das endlich Wind kommt. Eine dicke schwarze Wolke begleitet uns auf dem Weg von der kleinen Müritz in die Müritz zurück. Die Vorfreude auf Wind war nur kurz, denn als wir endlich die Segel setzten konnten, war der Wind schon wieder bei Null. Mit nicht mal einem Knoten fahren wir an Ludorf vorbei. Wir haben uns entschieden, in der Bucht vor dem Zähnerlank zu ankern. Also an der richtigen Tonne raus aus dem Fahrwasser. Segel einholen, Motor an und ganz langsam Richtung Ufer tasten. Marco vorne mit dem Anker und immer den Boden im Auge. Ich an der Pinne immer mit dem Blick auf den Tiefenmesser. Anker raus bei etwa 1,5m Tiefe und Rückwärtsgang rein. Super das haben wir auch gemeistert. Noch mal die Ankerleine prüfen ob auch genug spannung da ist, alles ok. Der Himmel ist bewölkt aber das hält uns nicht davon ab in der Müritz zu baden. Oh, 15.8° C sind nicht wirklich warm. Bei Kaffee und Kuchen besprechen wir die Weiterfahrt. Geplant war, weiter nach Sietow zu segeln um da im Hafen zu nächtigen. Aber da so gar kein Wind aufkommen will, entscheiden wir uns unseren näher liegenden Heimathafen anzufahren. Hier beenden wir den Tag mit Anlegebier und Sonne an Bord.
4. Tag
Unseren letzten Tag beginnen wir mit einem Frühstück an Bord. Heute ist noch ein kleiner Törn nach Sietow geplant. Nach dem auslaufen, segeln wir mit 2-3 Knoten nach Sietow Dorf. Am Hafen angelegt entscheiden wir uns, das Marco das Deck schrubt und und ich unser Leergut vom Vorabend wegbringe. Schon am Hafenbüro war ich erschrocken als ich las das eine Stunde im Hafen liegen 5 Euro kosten soll. Es waren dann aber nur 2 Euro. Mit meinem Leergut hatte ich weniger Glück, der nächste Einkaufsmarkt liegt gute 2,5 Km vom Hafen entfernt. Das Kiosk am Hafen verkauft zwar Flaschenbier nimmt aber kein Leergut an. Also zurück zum Boot. Das Deck glänzt wie neu. Jetzt haben wir uns ein Kaffee verdient. Gleich am Hafen eingekehrt in der Sonne sitzent, mussten wir erfahren das die Bedienung mit zwei belegten Tischen die 10 Schritte auseinander liegen überfordert war. Einige Schritte weiter Richtung Dorf, gibt es die ein oder andere Fischräucherei, wir haben den Fisch nicht versucht aber er sah lecker aus. Jetzt geht es von Sietow zurück zum WSC da wir bis 17Uhr unser Boot wieder abgeben müssen. Mit halben Wind und mir an der Pinne, was jetzt auch gut klappt, segeln wir bis zur gr. Schwerin. Hier übernimmt Marco die Pinne und versucht sich noch ein wenig im Schmetterlingssegeln. Da wir sehr zeitig sind, machen wir noch einen Schlag nach Röbel rein. Zurück klappt dann nur unter Motor, da es hier eine sehr enge Stelle im Wasser gibt. Aber der erste Versuch war schon ganz gut, hätte vielleicht auch geklappt, aber ein Passagierschiff hat halt nun mal Vorfahrt. Auf der Höhe vom Regattaheim Röbel, hatte ich noch mal die Gelegenheit eine ganze Gruppe von Optimisten zu fotografieren. Mich faszinieren die kleinen Zwerge immer wieder. Jetzt geht alles ganz schnell. Anlegen, tanken, Boot ausräumen. Noch das letzte Anlegebier an Bord in der Sonne genießen und dann das Boot abgeben. Für die letzte Nacht ziehen wir auf den angrenzenden Campingplatz Pappel bucht direkt neben dem WSC. Einen sehr schönen letzten Abend verbringen wir mit lieben Freunden, bevor wir dann am Freitag morgen unsere Heimreise antreten. Fazit: unser Erster gemeinsamer Segelurlaub war super schön und ein voller Erfolg.
